Die regionale Gesundheitsbehörde (ARS) der Bretagne hat nach mehreren Meningitis-Fällen eine großangelegte Impfkampagne für 100.000 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren im Großraum Rennes angekündigt.
In Frankreich wurde in der Saison 2024/25 ein Anstieg der Fälle von invasiver Meningokokken-Erkrankung (IMD), vorwiegend der Serogruppe B, beobachtet, mit einem Höhepunkt im Januar. Besonders betroffen ist der Großraum Rennes mit fast einer halben Million Einwohnern.
Seit Dezember hat die ARS der Bretagne mehrere Fälle von IMD Typ B im Département Ille-et-Vilaine betreut, darunter zwei Ausbrüche an einer Wirtschaftsschule und in einer Familie. Die Analyse der Bakterien durch das Pasteur-Institut ergab eine Infektion mit demselben Stamm.
Die Untersuchung konnte keinen epidemiologischen Zusammenhang zwischen den Fallhäufungen feststellen, was auf eine Zirkulation des Stammes im Großraum Rennes hindeutet.
Zum Schutz der Risikogruppen startet eine Impfkampagne gegen Meningokokken B für junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren, die im Großraum Rennes (43 Gemeinden) leben oder studieren. Die Impfung erstreckt sich über mehrere Wochen, um allen den Zugang zu ermöglichen.
Sophie de Duiéry
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