Eine weit verbreitete Software für Allgemeinmediziner wurde gehackt, wodurch Gesundheitsdaten von 15 Millionen französischen Bürgern gestohlen wurden. Angreifer nutzten eine technische Schwachstelle aus, um auf Server zuzugreifen und Informationen wie Identität, Kontaktdaten und bestimmte medizinische Dokumente zu extrahieren.
Ein unauffälliger, aber massiver Angriff Die Schwachstelle ermöglichte es Hackern Berichten zufolge, mehrere Tage lang unentdeckt zu agieren. Der Softwarehersteller gibt an, die Sicherheitslücke geschlossen zu haben, doch das genaue Ausmaß des Datenlecks ist weiterhin unklar.
Risiken für Betroffene Die gestohlenen Daten könnten weiterverkauft oder für Erpressungsversuche missbraucht werden. Ärzte kritisieren die mangelnde Transparenz im Umgang mit dem Vorfall.
Reaktion der Behörden Die französische Datenschutzbehörde CNIL wurde informiert und wird möglicherweise untersuchen, ob die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden. Der Fall verdeutlicht die Anfälligkeit digitaler Tools in Arztpraxen, die zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen geraten.
Frank Verain
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