In Frankreich bereitet die Präsenz von Universitätsabschlüssen, die mit nicht validierten Heilverfahren verknüpft sind, Gesundheitsexperten Sorgen. Sie kritisieren den zunehmenden Einfluss der Alternativmedizin im Hochschulwesen.
Der Minister für Hochschulbildung hat den Hohen Rat für die Evaluation von Forschung und Hochschulbildung (Hcères) mit der Evaluierung und Erfassung dieser Studiengänge beauftragt, um deren Regulierung zu stärken. Auch am Nationalen Institut für Lehrerbildung (Inspé) in Dijon wurde eine Überprüfung eingeleitet, nachdem Berichte über wissenschaftlich fragwürdige Inhalte in der Ausbildung zukünftiger Biologie- und Geowissenschaftslehrer eingegangen waren.
Laut der Studiengruppe zu sektiererischen Phänomenen könnten bis 2025 mehr als 200 Universitätsabschlüsse auf nicht validierten Verfahren wie Aromatherapie oder Akupunktur basieren. Die Konferenz der Dekane der Medizin fordert eine Überprüfung und die Abschaffung von Studiengängen, die auf unbewiesenen Ansätzen beruhen.
Ein Regierungsbericht zu Fehlinformationen im Gesundheitswesen hatte bereits empfohlen, diesen Verfahren die akademische Anerkennung zu entziehen. Le Monde berichtet schließlich, dass im Masterstudiengang MEEF in Dijon ein Dozent Konzepte wie Selbstheilung oder chinesische Medizin propagiert, was bei Studenten und Dozenten Besorgnis auslöst.
Pascal Lemontel
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