Es wird zunehmend im Zusammenhang mit Frauen diskutiert, aber deutlich weniger im Zusammenhang mit Männern. Doch ab dem 40., 50. oder 60. Lebensjahr können bei manchen Männern Symptome auftreten, die gemeinhin als Andropause bezeichnet werden.
Die Andropause ist weder plötzlich noch systematisch Im Gegensatz zur Menopause tritt die Andropause weder plötzlich noch systematisch auf. Sie entwickelt sich allmählich und betrifft nicht alle Männer auf die gleiche Weise. Auslöser können chronische Erkrankungen (wie Diabetes, Adipositas oder chronische Nierenerkrankungen), bestimmte Medikamente, Stress oder Lebensstilfaktoren sein. Abhängig von der individuellen Krankengeschichte können bis zu 50 % der Männer betroffen sein.
Bessere Informationen für eine bessere Diagnose Aufgrund mangelnden Wissens leben viele Männer mit Symptomen, die sie verharmlosen oder über die sie aus Scham nicht sprechen. Dabei ist eine einfache Diagnose möglich, basierend auf einer Kombination aus klinischen Symptomen und einem morgendlichen Bluttest zur Bestimmung des Testosteronspiegels.
Es gibt Lösungen Wenn ein Mangel festgestellt wird und keine Kontraindikationen vorliegen, verbessert eine Testosteronersatztherapie (TRT) die Symptome und die Lebensqualität über mehrere Monate hinweg. Verschiedene Darreichungsformen stehen zur Verfügung (Injektionen, Gele zur täglichen Anwendung). Diese Behandlung erfordert regelmäßige ärztliche Kontrollen und sollte mit einem Urologen oder Endokrinologen besprochen werden.
Wann ist eine Konsultation ratsam? Wenn die Symptome anhalten – ungewöhnliche Müdigkeit, verminderte Libido, Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen –, empfiehlt es sich, mit Ihrem Arzt zu sprechen. Dieser kann Sie gegebenenfalls an einen Spezialisten überweisen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.urofrance.org
Didier Galibert
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