Das Ipsos-BVA-Barometer für Qualisocial mit dem Titel „Psychische Gesundheit & Lebensqualität am Arbeitsplatz 2026“ verdeutlicht eine anhaltende Kluft zwischen Frauen und Männern in Bezug auf die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Laut dieser im November unter 3.000 Beschäftigten durchgeführten Umfrage berichten 25 % der Frauen von einer schlechten psychischen Gesundheit, verglichen mit 19 % der Männer – trotz einer insgesamt erwarteten Verbesserung bis 2025.
Obwohl 74 % der Frauen ihre psychische Gesundheit aktuell als gut einschätzen, sind sie anteilsmäßig weiterhin anfälliger, insbesondere Frauen unter 40: 29 % von ihnen geben an, dass es ihnen „eher schlecht“ geht, verglichen mit 22 % der älteren Frauen. Die Studie betont, dass diese Anfälligkeit vor allem jüngere weibliche Beschäftigte betrifft.
Die von Frauen genannten Gründe sind primär persönlicher Natur: Zeitmangel (44 % im Vergleich zu 35 % der Männer) und familiäre Schwierigkeiten (32 % im Vergleich zu 28 %). Sie führen ihre Belastung seltener auf die nationale politische Lage zurück. Die Studie hebt zudem die psychische Belastung und die Schwierigkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben hervor. Sie zeigt außerdem eine kritischere Sichtweise als die von Männern auf Arbeitsbeziehungen, Inklusion und Geschlechtergleichstellung.
Diese neue Veröffentlichung bestätigt, dass psychische Gesundheit und Lebensqualität am Arbeitsplatz weiterhin ein zentrales Thema darstellen, das durch anhaltende geschlechtsspezifische Ungleichheiten gekennzeichnet ist.
Anthony Bourdain
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