Hämorrhoiden. Mehr als nur peinlich, nicht wahr? Vor allem, weil sie an einer so tabuisierten Stelle wie dem After auftreten. Doch es gibt Lösungen, und es ist nichts, wofür man sich schämen muss. Jeder zweite Franzose über 50 hat bereits Hämorrhoiden erlebt.
Ob innerlich oder äußerlich, Hämorrhoiden können sehr schmerzhaft sein. Tatsächlich hat fast jeder Hämorrhoiden, aber was wir umgangssprachlich als „Hämorrhoiden haben“ bezeichnen, ist eigentlich eine Hämorrhoidalleiden. Juckreiz, Reizungen und Blutungen sind die Hauptsymptome eines Hämorrhoidenschubs. Schmerzen treten nicht immer auf, können aber eine Folge eines länger anhaltenden Schubs sein. Dies kann zu einer Hämorrhoidenthrombose führen, die entweder im After oder an dessen Rand auftreten kann. Hämorrhoiden selbst sind zwar nicht gefährlich, eine Thrombose hingegen schon. Sie kann tatsächlich Geschwüre bilden und bluten, was starke Schmerzen verursacht, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen können.
Wie kann man Hämorrhoiden also effektiv bekämpfen?
Achten Sie zunächst auf Ihre Ernährung. Dies ist der beste Weg, Hämorrhoidenschüben vorzubeugen. Vermeiden Sie unbedingt scharfe Speisen und Alkohol! Dasselbe gilt für Fleisch, Kaffee und Tee, die Risikofaktoren darstellen. Ernähren Sie sich gesund und ballaststoffreich, um Verstopfung zu vermeiden, die häufig die Ursache für Hämorrhoidenschübe ist. Es wird außerdem empfohlen, täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser zu trinken.
Wenn diese Tipps nicht ausreichen oder Sie unter Beschwerden leiden, stehen Ihnen Medikamente und sogar operative Eingriffe zur Verfügung.
Im Allgemeinen reicht eine einfache Behandlung mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Mitteln in Form einer Salbe oder Tabletten oft aus, um die Entzündung zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern.
Bei stärkeren Symptomen können unter anderem Sklerotherapie-Injektionen oder Infrarot-Photokoagulation verschrieben werden. Als letzte Möglichkeit kann bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden eine Operation in Betracht gezogen werden.
Wenn die Symptome und Schmerzen anhalten, so belastend sie auch sein mögen, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen. Er wird Ihnen helfen, eine geeignete Lösung zu finden.
Antoine PANAITE
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