Meine Damen, Sie wissen es gut: Ihr Körper ist weitaus komplexer als der eines Mannes, aufgrund der häufigen Veränderungen Ihrer hormonellen Zyklen.
Kürzere Zyklen in der Prämenopause
Der klassische Zyklus zwischen zwei Menstruationen dauert 28 Tage, mit Schwankungen zwischen 25 und 32 Tagen. Mit Beginn der Prämenopause verändert sich jedoch der Rhythmus und wird unregelmäßiger, mit verkürzten Zyklen von 21 bis 24 Tagen oder sogar weniger. Später werden diese Zyklen länger, bevor sie mit der Menopause ganz aufhören. Ab etwa 45–47 Jahren treten die ersten Symptome der Prämenopause auf: Die Blutungen werden oft stärker. Um das 50. Lebensjahr führt der drastische Rückgang der Östrogenproduktion zum Ausbleiben der Menstruation. Dennoch produzieren die Eierstöcke weiterhin Östrogene – bis etwa zum 65. Lebensjahr.
Faktoren für eine frühe Menopause
Das durchschnittliche Menopausenalter kann je nach Lebensstil variieren. Sehr niedriges Körpergewicht oder starke Gewichtsschwankungen durch häufige Diäten können die Menopause auf etwa 40 Jahre vorverlegen. Auch genetische Faktoren sowie Umweltfaktoren wie Rauchen können eine Rolle spielen. Man muss jedoch zwischen einer frühen, irreversiblen Menopause und einer reversiblen Amenorrhö aufgrund hormoneller Störungen unterscheiden.
Dazu ist eine Bestimmung der ovariellen Reserve mittels Ultraschall oder FSH-Messung erforderlich, um die Anzahl der verbleibenden Follikel zu bestimmen. Je nach Diagnose unterscheiden sich die Behandlungsmöglichkeiten.
Jeanne NATHALIE & Pascale Pommier de Santi
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